Esther 8
BasisBibel (2021)
Translation: BB
Die Feinde der Juden werden vernichtet / Der Plan von Haman wird abgewendet
1Noch an dem Tag, an dem Haman starb, verschenkte König Xerxes das Haus von Haman. Er schenkte es Königin Ester. Haman war der Feind der Juden gewesen. Mordechai aber durfte zum König gehen. Ester hatte dem König anvertraut, dass Mordechai mit ihr verwandt war.Select Esther 8:1
2Da streifte der König seinen Siegelring ab, den er Haman wieder abgenommen hatte. Er gab ihn Mordechai, und Ester machte Mordechai zum Verwalter des Hauses, das Haman gehört hatte.Select Esther 8:2
3Ester aber wandte sich noch einmal an den König. Sie warf sich ihm zu Füßen, weinte und flehte ihn an: »Wende den bösen Plan von Haman, dem Agagiter, ab! Er richtet sich gegen die Juden.«Select Esther 8:3
4Der König streckte Ester den goldenen Herrscherstab entgegen. Da stand Ester auf und trat vor den König.Select Esther 8:4
5Sie sagte: »Wenn es dem König gefällt, finde ich dann Gnade bei ihm? Scheint dem König die Sache angemessen? Wenn er meine Meinung für richtig hält, dann soll er eine schriftliche Anordnung treffen: Er soll das Schreiben widerrufen, das den Plan von Haman, dem Agagiter, enthält. Haman, Sohn von Hammedata, hat es nur aufsetzen lassen, um alle Juden zu vernichten – alle, die in den Provinzen des Reichs leben.Select Esther 8:5
6Wie könnte ich das Unheil mit ansehen, das mein Volk treffen soll? Wie könnte ich das Verderben ertragen, das meine Verwandten erleben sollen?«Select Esther 8:6
7Da sagte König Xerxes zu Königin Ester und zu dem Juden Mordechai: »Ich habe Ester das Haus von Haman geschenkt. Man hat Haman an den Galgen gehängt, weil er die Juden umbringen wollte.Select Esther 8:7
8Schreibt ihr nun über die Juden, was ihr für richtig haltet. Schreibt im Namen des Königs! Es muss ein Erlass sein, der im Namen des Königs verfasst ist. Er wird mit dem Siegel des Königs verschlossen und kann nicht wieder zurückgenommen werden.«Select Esther 8:8
9Dann wurden gleich die Schreiber gerufen. Das war am 23. Tag im dritten Monat, dem Siwan. Die Schreiben wurden genau so aufgesetzt, wie Mordechai es anordnete. Jede Provinz bekam den Erlass in der eigenen Schrift und jedes Volk in seiner eigenen Sprache. Es ging an die Juden, an die Statthalter des Königs und an die oberen und niederen Verwalter der Provinzen – in allen 127 Provinzen von Indien bis Kusch. Auch die Juden selbst wurden in ihrer Schrift und Sprache angeschrieben.Select Esther 8:9
10Mordechai schrieb im Namen von König Xerxes und versiegelte den Brief mit dem königlichen Siegel. Dann verschickte er die Briefe durch Boten. Sie ritten auf schnellen Pferden aus dem königlichen Stall.Select Esther 8:10
11Der König erlaubte es den Juden, sich für ihr Leben einzusetzen: Sie durften sich in jeder einzelnen Stadt versammeln. Wenn sie angegriffen wurden, durften sie alle bewaffneten Gruppen ausrotten, vernichten und töten – sogar Frauen und Kinder. Sie durften deren Besitz plündern.Select Esther 8:11
12Das sollte in allen Provinzen von König Xerxes am selben Tag geschehen: am 13. Tag im zwölften Monat, dem Adar.Select Esther 8:12
13Von dem Erlass fertigte man Abschriften an, um das Gesetz in jeder Provinz bekannt zu machen. Alle Leute sollten davon erfahren. Die Juden sollten am festgelegten Tag bereitstehen, um sich an ihren Feinden zu rächen.Select Esther 8:13
14Auf Befehl des Königs machten sich die Eilboten auf, sofort und in großer Eile. Sie ritten auf den königlichen Pferden. Das Gesetz wurde auch in Susa bekannt, in der befestigten Stadt.Select Esther 8:14
Mordechai wird noch einmal Ehre erwiesen
15Mordechai aber verließ den König, ganz in königliche Gewänder gekleidet. Sie waren weiß und violett gefärbt. Dazu trug er einen purpurroten Mantel aus Leinen und eine große goldene Krone. In der Stadt Susa freute man sich und jubelte.Select Esther 8:15
16Bei allen Juden herrschte große Freude. Sie jubelten, denn sie hatten neues Ansehen gewonnen.Select Esther 8:16
17In jeder einzelnen Provinz und jeder einzelnen Stadt herrschte große Freude bei den Juden. Sie jubelten überall, wo das Schreiben mit dem Gesetz des Königs galt. Es war ein Feiertag und ein Fest. Viele Menschen aus verschiedenen Völkern der Erde bekannten sich nun als Juden. Sie hatten nämlich Angst vor den Juden bekommen.Select Esther 8:17
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