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Romans

Romans 9

BasisBibel (2021)

Translation: BB
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Gott steht zu seinem Volk Israel / Das Versprechen Gottes gegenüber Israel

1Für das, was ich jetzt sage, berufe ich mich auf Christus. Es ist die Wahrheit, ich lüge nicht. Auch mein Gewissen bezeugt es und erhält dafür die Bestätigung durch den Heiligen Geist:Select Romans 9:1

2Ich bin wirklich sehr traurig, ja, mir schmerzt immerzu das Herz.Select Romans 9:2

3Denn es geht um meine Brüder und Schwestern. Ich wünschte nur, ich könnte an ihre Stelle treten und selbst verflucht sein – ausgeschlossen aus der Gemeinschaft mit Christus. Es sind schließlich meine Landsleute, mein eigenes Fleisch und Blut.Select Romans 9:3

4Sie sind doch Israeliten! Sie sind Kinder Gottes und haben Anteil an seiner Herrlichkeit. Mit ihnen hat Gott mehrfach einen Bund geschlossen. Er hat ihnen das Gesetz gegeben und sie gelehrt, ihn in rechter Weise zu verehren. Und er hat ihnen sein Versprechen gegeben.Select Romans 9:4

5Sie sind Nachkommen der Stammväter, von denen auch Christus seiner leiblichen Herkunft nach abstammt. Gott, der über allem steht, sei in Ewigkeit gelobt! Amen.Select Romans 9:5

Gott trifft seine Wahl

6Es ist ja nicht so, dass Gottes Zusage hinfällig ist. Allerdings gehören nicht alle Israeliten auch wirklich zu Israel.Select Romans 9:6

7Genauso wenig sind alle Menschen, die von Abraham abstammen, auch wirklich seine Nachkommen. Sondern Gott hatte gesagt: »Die Nachkommen Isaaks sollen als deine Nachkommen gelten.«Select Romans 9:7

8Das heißt: Die leiblichen Nachkommen von Abraham sind nicht zwangsläufig Kinder Gottes. Nur die Kinder, die auf Gottes Versprechen zurückgehen, gelten wirklich als seine Nachkommen.Select Romans 9:8

9Denn Gott gab Abraham das Versprechen: »Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wiederkommen. Dann wird Sara einen Sohn haben.«Select Romans 9:9

10Aber nicht nur bei ihr war es so, bei Rebekka war es ähnlich: Sie bekam nur von einem Mann Kinder, nämlich von unserem Vorfahren Isaak.Select Romans 9:10

11Ihre Kinder waren noch nicht geboren, und keines hatte irgendetwas Gutes oder Böses getan. Aber Gott hatte schon seine Wahl getroffen und bestimmt, was geschehen sollte.Select Romans 9:11

12Dabei kam es nicht auf irgendwelche Taten an, sondern es war allein Gottes Entscheidung. Damals sagte Gott zu Rebekka: »Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.«Select Romans 9:12

13So steht es auch an einer anderen Stelle: »Jakob habe ich geliebt, Esau dagegen habe ich gehasst.«Select Romans 9:13

Gott schenkt sein Erbarmen, wem er will

14Was sollen wir dazu sagen? Etwa: »Ist Gott ungerecht?« Auf keinen Fall!Select Romans 9:14

15Er sagt ja zu Mose: »Ich werde dem mein Erbarmen schenken, mit dem ich Erbarmen habe. Und ich werde dem mein Mitleid zeigen, mit dem ich Mitleid habe.«Select Romans 9:15

16Es kommt also nicht darauf an, ob der Mensch etwas will oder ob er sich abmüht. Vielmehr kommt es allein auf Gottes Erbarmen an.Select Romans 9:16

17Entsprechend steht über den Pharao in der Heiligen Schrift: »Ich habe dich nur deshalb zum Herrscher gemacht, damit ich an dir meine Macht zeigen kann. Dadurch soll mein Name auf der ganzen Erde bekannt werden.«Select Romans 9:17

18Gott entscheidet also frei, wem er sein Erbarmen schenkt. Und ebenso entscheidet er, wer sich ihm gegenüber verschließen soll.Select Romans 9:18

19Du könntest jetzt einwenden: »Wieso zieht Gott uns dann überhaupt zur Rechenschaft? Seinem Willen kann sich doch niemand widersetzen!«Select Romans 9:19

20Du Mensch, wer bist du eigentlich, dass du mit Gott streiten willst! »Sagt etwa ein Gefäß zu dem, der es geformt hat: ›Warum hast du mich so gemacht?‹«Select Romans 9:20

21Hat nicht der Töpfer alle Macht über den Ton? Er kann doch aus ein und demselben Tonklumpen verschiedene Gefäße herstellen: eine Schale für die Festtafel genauso wie einen Nachttopf.Select Romans 9:21

22Dabei gilt: Gott will zwar seinen Zorn zeigen und seine Macht offenbaren. Aber dennoch hat er die Gefäße, die seinen Zorn erregen, mit großer Geduld ertragen – also Gefäße, die eigentlich zum Zerschlagen erschaffen wurden.Select Romans 9:22

23Und gleichzeitig will er seine ganze Herrlichkeit an den Gefäßen offenbaren, denen sein Erbarmen gilt. Denn die hat er zuvor für die Herrlichkeit bestimmt.Select Romans 9:23

24Solche Gefäße sind wir. Uns hat Gott berufen – und zwar nicht nur aus dem jüdischen Volk, sondern auch aus den anderen Völkern.Select Romans 9:24

25So sagt er auch bei Hosea: »Ich werde die Menschen ›mein Volk‹ nennen, die nicht mein Volk waren. Und die Frau, die nicht geliebt war, nenne ich ›meine geliebte Frau‹.Select Romans 9:25

26Und an dem Ort, wo man zu ihnen gesagt hat: ›Ihr seid nicht mein Volk‹ – dort wird man sie ›Kinder des lebendigen Gottes‹ nennen.«Select Romans 9:26

27Und Jesaja verkündet laut über Israel: »Die Israeliten können so zahlreich sein wie der Sand am Meer. Dennoch wird nur ein kleiner Rest von ihnen gerettet.Select Romans 9:27

28Denn der Herr wird auf der Erde sein Wort in die Tat umsetzen: Er wird Israel retten, aber gleichzeitig wird er es zurechtstutzen.«Select Romans 9:28

29Es ist so, wie Jesaja es vorhergesagt hat: »Hätte der Herr Zebaot keine Nachkommen von uns übrig gelassen, wäre es uns wie Sodom ergangen. Wir hätten das Schicksal von Gomorra geteilt.«Select Romans 9:29

Israels Suche nach der Gerechtigkeit

30Was sollen wir dazu sagen? Die anderen Völker haben sich nicht darum bemüht, vor Gott als gerecht anerkannt zu werden. Dennoch gelten sie als gerecht – und zwar als gerecht aufgrund des Glaubens.Select Romans 9:30

31Israel dagegen hat sich bemüht, das Gesetz zu befolgen. Dadurch wollte es vor Gott als gerecht gelten. Aber es hat nicht erreicht, worum es im Gesetz geht.Select Romans 9:31

32Warum? Weil es nicht aus dem Glauben heraus geschah, sondern weil sie auf ihre eigenen Taten vertrauten. Dabei stolperten sie über den Stein des Anstoßes.Select Romans 9:32

33Über ihn steht schon in der Heiligen Schrift: »Auf den Berg Zion lege ich einen Stein, an dem man Anstoß nimmt – einen Fels, über den man stolpert. Wer an den glaubt, wird nicht zugrunde gehen.«Select Romans 9:33

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