Daniel 4
Gute Nachricht Bibel (2018)
Translation: GNBD
1Ich, Nebukadnezzar, lebte glücklich und zufrieden in meinem Palast.Select Daniel 4:1
2Eines Nachts lag ich auf meinem Bett und hatte einen Traum, der mir meine Ruhe raubte. Was meine Augen zu sehen bekamen, stürzte mich in Angst und Schrecken.Select Daniel 4:2
3Ich ließ alle Weisen Babyloniens rufen, damit sie mir den Traum deuten sollten.Select Daniel 4:3
4Sie alle kamen, die Gelehrten, Magier, Wahrsager und Sterndeuter, und ich erzählte ihnen meinen Traum; aber keiner konnte mir die Deutung sagen.Select Daniel 4:4
5Ganz zuletzt trat Daniel vor mich, der nach meinem Gott Bel den Namen Beltschazzar erhalten hatte und vom Geist der heiligen Götter erfüllt ist. Ich sagte zu ihm:Select Daniel 4:5
6»Beltschazzar, du bist der oberste der königlichen Ratgeber. Ich weiß, dass du vom Geist der heiligen Götter erfüllt bist und es kein Geheimnis gibt, das du nicht enträtseln könntest. Sag mir, was mein Traum bedeutet!«Select Daniel 4:6
7Dann erzählte ich Beltschazzar den Traum: »Während ich schlief, sah ich in der Mitte der Erde einen hohen Baum stehen.Select Daniel 4:7
8Er wurde immer größer und mächtiger, sodass er zuletzt bis zum Himmel reichte und noch von den äußersten Enden der Erde zu sehen war.Select Daniel 4:8
9Er trug dichtes Laub und reiche Früchte. In seinem Schatten ruhten die Tiere; Vögel nisteten in seinen Zweigen; und alles, was lebte, bekam seine Nahrung von ihm.Select Daniel 4:9
10Immer noch auf meinem Bett liegend, sah ich einen Engel vom Himmel herabsteigen.Select Daniel 4:10
11Der rief laut: ›Fällt den Baum und hackt seine Äste ab! Streift das Laub von den Zweigen und streut die Früchte überall umher! Die Tiere, die unter seinem Schatten Schutz fanden, und die Vögel in seinen Zweigen sollen fliehen.Select Daniel 4:11
12Nur den Stumpf lasst in der Erde, aber fesselt ihn mit eisernen und bronzenen Ketten, damit er unten am Boden bleibt zwischen Gras und Kräutern. Der Tau soll auf ihn fallen; wie das Wild soll er im Gras liegen.Select Daniel 4:12
13Statt eines Menschenverstandes soll ihm der Verstand eines Tieres gegeben werden. So sollen sieben Jahre über ihn hingehen.Select Daniel 4:13
14Dies ist im himmlischen Rat beschlossen worden, damit alle Menschen erkennen: Der höchste Gott ist Herr über die Reiche der Welt; er gibt die Herrschaft, wem er will; den Geringsten unter den Menschen kann er zum Herrscher über alle erheben.‹Select Daniel 4:14
15Dies habe ich, König Nebukadnezzar, geträumt. Und nun, Beltschazzar, sag mir, was es bedeutet! Alle Weisen meines Reiches konnten es mir nicht sagen; aber du kannst es, weil du vom Geist der heiligen Götter erfüllt bist.«Select Daniel 4:15
16Daniel, der auch Beltschazzar heißt, schwieg eine Zeit lang ganz betroffen; seine Gedanken erschreckten ihn. Ich sagte zu ihm: »Beltschazzar, lass dir nicht Angst machen von meinem Traum!« Er aber erwiderte: »Mein Herr und König, was der Traum ankündigt, das möge deine Feinde treffen!Select Daniel 4:16
17Der Baum, den du gesehen hast, dieser große und mächtige Baum, der bis zum Himmel reichte,Select Daniel 4:17
18der dichtes Laub hatte und reiche Früchte trug, in dessen Schatten die Tiere ruhten und in dessen Zweigen die Vögel nisteten und der allem, was lebt, Nahrung bot –Select Daniel 4:18
19dieser Baum bist du selbst, mein König! Du wurdest groß und mächtig, deine Gewalt reichte bis an den Himmel und deine Herrschaft erstreckte sich bis an die äußersten Enden der Erde.Select Daniel 4:19
20Dann aber sahst du den Engel vom Himmel herabkommen, der befahl: ›Fällt den Baum, vernichtet ihn! Nur den Stumpf lasst übrig und legt ihn in Ketten; er bleibe unten am Boden zwischen Gras und Tieren und sei schutzlos dem Tau preisgegeben, sieben Jahre lang!‹Select Daniel 4:20
21Mein Herr und König, das bedeutet, dass der höchste Gott sein Urteil über dich gesprochen hat.Select Daniel 4:21
22Du wirst aus der Gemeinschaft der Menschen ausgestoßen werden und unter den wilden Tieren leben müssen, du wirst Gras fressen wie ein Rind und nass werden vom Tau, der vom Himmel fällt. Sieben Jahre werden so über dich hingehen, bis du erkennst: Der höchste Gott allein ist Herr über alle Menschen und er gibt die Herrschaft, wem er will.Select Daniel 4:22
23Dass aber der Befehl erging, den Stumpf in der Erde zu lassen, das bedeutet: Die Herrschaft wird dir zurückgegeben werden, wenn du Gott als den höchsten Herrn anerkennst.Select Daniel 4:23
24Lass dir deshalb raten, mein König: Kehre dich ab vom Unrecht und halte dich an das Recht; mach deine Verfehlungen wieder gut, indem du den Armen Gutes tust. Sonst wird dein Glück nicht von Dauer sein.«Select Daniel 4:24
25Was Daniel mir angekündigt hatte, traf ein.Select Daniel 4:25
26Ein Jahr später erging ich mich auf dem Dach meines Palastes in BabylonSelect Daniel 4:26
27und sagte zu mir selbst: »Diese großartige Stadt habe ich als meine Residenz erbaut! Mit meiner gewaltigen Macht habe ich das fertiggebracht und habe damit meiner Größe ein Denkmal gesetzt!«Select Daniel 4:27
28Ich hatte noch nicht ausgeredet, da ertönte eine Stimme vom Himmel herab: »König Nebukadnezzar, hiermit wird dir die Herrschaft weggenommen!Select Daniel 4:28
29Du wirst aus der Gemeinschaft der Menschen ausgestoßen und musst unter den wilden Tieren leben, du wirst Gras fressen wie ein Rind, und das sieben Jahre lang, bis du erkennst: Der höchste Gott allein ist Herr über alle Menschen und er gibt die Herrschaft, wem er will.«Select Daniel 4:29
30Sofort wurde dieses Urteil vollstreckt: Ich wurde aus der Gemeinschaft der Menschen ausgestoßen, aß Gras wie ein Rind und schlief unbedeckt im Freien, sodass ich nass wurde vom Tau. Im Lauf der Zeit wurden meine Haare so lang wie Adlerfedern und meine Nägel wie Vogelkrallen.Select Daniel 4:30
31Nach Ablauf der sieben Jahre aber erhob ich den Blick zum Himmel. Da kehrte mein menschlicher Verstand wieder zurück und ich sagte: »Du höchster Gott, du Gott, der ewig lebt: Ich preise dich, lobe und rühme dich! Dein Reich bleibt für immer bestehen, deine Herrschaft nimmt kein Ende.Select Daniel 4:31
32Alle Bewohner der Erde sind vor dir wie nichts und mit den Göttern des Himmels verfährst du nach Belieben. Es gibt keinen, der dich zur Rechenschaft ziehen, niemand, der dir vorhalten kann: ›Was tust du da?‹«Select Daniel 4:32
33Im selben Augenblick bekam ich auch wieder meine herrscherlichen Fähigkeiten, die den Ruhm meines Königtums begründet hatten. Daraufhin kamen meine Minister und die führenden Männer zu mir und setzten mich wieder als König ein. Meine Macht wurde noch größer als zuvor.Select Daniel 4:33
34Ich, Nebukadnezzar, aber preise, rühme und verherrliche nun den König, der im Himmel regiert. Was er tut, ist gut und recht; er demütigt alle, die sich überheben.Select Daniel 4:34
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